Der goldene Schnitt und die Drittel-Regel

Diese beiden „Regeln“ dienen dem Bildaufbau, werden aber gerne mit einander verwechselt bzw. gleich gesetzt. Doch zunächst ein paar allgemeine Worte zum Bildaufbau:

Mit dem Auge betrachtet wird der wichtigste Punkt immer in der Mitte des Blickes liegen, da dort das Zentrum des menschlichen Sehens ist. Die gilt z. B. für das Betrachten der Horizontlinie oder des Hauptmotivs wie einer Person oder eines Gegenstandes.

In der Fotografie wird dagegen gerne versucht, diese Punkte nicht in die Mitte eines Bildes zu legen, damit ein anderer/ ungewohnter Blickwinkel entsteht und das Bild zum „Hingucker“ wird. Für den Bildaufbau gibt es deshalb neben der Frage Quer- oder Hochformat zwei Regeln: Die strenge „Drittel-Regel“ und den harmonischen „Goldenen Schnitt“. Möchte ich aber den Betrachter „irritieren“, kann ich gerne diese Regeln auch bewusst brechen.

Drittel-Regel: Das Bild wird dabei in 9 gleich große Rechtecke eingeteilt. Hierzu kann man sich bei einigen Kameras auch im Sucher entsprechende Linien einblenden lassen. Dabei werden horizontale Linien ( z. B.  Wasser und Himmel) genau auf die obere oder untere Drittel-Linie platziert, bei senkrechten Motiven entsprechend auf die vertikalen Linien. Bei einem Portrait wird dann ein Auge des Modells genau auf den Schnittpunkt der äußeren Linien gesetzt. Damit wird das Hauptmotiv relativ weit am Bildrand platziert, welches ein ungewohntes Bild für den Betrachter ergibt.

Goldener Schnitt: Der Bildaufbau hat eine gewisse Ähnlichkeit, jedoch wird das Motiv eben nicht auf den Drittel-Linien platziert, sondern mehr zu Bildmitte hin verschoben (Verhältnis: 38/24/38). Dies erzeugt einen harmonischeren Eindruck, weil es eher dem gewohnten Blick entspricht. Wer es genau wissen möchte, sucht im Internet nach dem Stichwort „Fibonacci-Spirale“.

Nachfolgend findet Ihr ein paar Beispiele für die drei Varianten Drittel-Regel, goldener Schnitt und Mitte:

Tipp: Fotografiert ein Motiv entweder mit verschiedenen Ausschnitten oder etwas großzügiger zum Beschneiden, dann könnt Ihr zu Hause auf dem Computer die Wirkung betrachten und Euch dann für den spannendsten Bildausschnitt entscheiden.

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Ein Gedanke zu „Der goldene Schnitt und die Drittel-Regel

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